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Standort Friedrichsruh

Sammlung der Stiftung

Warum sammeln wir?

Am Anfang der Museumsarbeit steht die Sammlung. Sie sollte nach Möglichkeit das Museumsthema in all seinen Facetten exemplarisch abbilden. Dabei ist nicht nur zu fragen, was uns heute als sammlungswürdig im Sinne einer historisch-kritischen Auseinandersetzung erscheint, sondern vor allem auch, was künftigen Generationen Aufschluss über Vergangenes geben kann.

Seit wann sammeln wir?

Neben der Übernahme und Betreuung des vormaligen Fürstlich von Bismarck’schen Archivs als Dauerleihgabe war der Aufbau und die Pflege einer eigenen Sammlung zentrales Anliegen der Otto-von-Bismarck-Stiftung seit ihrer Gründung. Im Frühjahr 1996 legte die Stiftung den Grundstock mit dem Erwerb von Bismarckiana des Hamburger Sammlers Dr. Hans-Walter Hedinger. Fast 3.000 Dokumente und Objekte, die sich in unterschiedlichsten Facetten, Formen und Farben mit der von Bismarck maßgeblich geprägten Epoche, vor allem aber mit seinem Mythos auseinandersetzen, bildeten das Fundament der Stiftungssammlung. Sie dürfte mit heute rund 7.500 Exponaten zu den führenden ihrer Art in Deutschland zählen.

Was und wie sammeln wir?

Durch die Übernahme der Sammlung Hedinger und weiterer kleinerer Sammlungen in den Gründungsjahren der Stiftung weist unsere Sammlung vor dem Hintergrund des abzubildenden thematischen Rahmens bereits eine besondere Dichte und Qualität auf, die durch die Übernahme des etwa 30.000 Stücke umfassenden Bismarck-Nachlasses noch beeindruckend verstärkt wird. Wir sammeln daher für die Zukunft nicht ziellos, sondern exemplarisch. Idealtypische Objekte, die in die Sammlung aufgenommen werden, „erzählen eine Geschichte“, sind visuell ansprechend und im Rahmen von Ausstellungen thematisch aussagekräftig. Wir sehen in ihnen Medien der Veröffentlichung – ob als Abbildungen in Publikationen, im Rahmen einer Ausstellung oder als Leihgabe für Präsentationen anderer Institutionen der Geschichtskultur. Den begrenzten finanziellen Ressourcen unserer Einrichtung entsprechend, konzentrieren sich die Sammlungsaktivitäten auf vergleichsweise günstig zu erwerbende Exponate im Bereich der Ansichtskarten, Fotografie, Numismatik, Grafik und Publizistik.

Wir sammeln nicht nur…

…wir dokumentieren auch. Jedes Objekt wird, im Rahmen der zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen, möglichst bald nach Eingang mithilfe unserer Datenbank First Rumos nach festgelegten Kriterien wissenschaftlich inventarisiert und dokumentiert. Im Zuge dieser Dokumentation sollen mittelfristig auch die bislang nur kursorisch erfassten Bestände des Bismarck-Nachlasses systematisch erfasst und mittels Datenbank und Findbuch öffentlich zugänglich gemacht werden. Hier finden Sie eine erste Übersicht der Bestände aus Archiv und Sammlung der Otto-von-Bismarck-Stiftung.